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Relentless
Brasilien: Mit 'Ten Years: 1990 - 2000 Power, Pain and Passion' als Bonus-CD
Besetzung
Steve Rowe (bass, vocals)
Jeff Lewis (guitar)
Mick Jelinic (guitar)
Adam Zaffarese (drums)
Erscheinungsjahr: 2002
Genre: Thrash Metal
Label: Rowe Productions
Studio: Hammer of God Studio, Melbourne
Produzent: Mark McCormack
| # | Titel | Länge |
|---|---|---|
| 1 | Intro | 1:04 |
| 2 | Web Of Fire | 5:01 |
| 3 | God Shape Void | 5:11 |
| 4 | Priests Of The Underground | 5:01 |
| 5 | Bring Release | 4:01 |
| 6 | Syncretize | 6:30 |
| 7 | The Other Side Of The Coin | 4:03 |
| 8 | Altar Of God | 5:58 |
| 9 | Sorrow | 6:11 |
| 10 | 3 Of A Kind | 4:17 |
| 11 | Arm The Annointed | 3:50 |
| 12 | New York Skies | 5:13 |
| 13 | Apocalypitc Terror | 4:51 |
| Gesamtspielzeit: 61:11 | ||
266 Stimmen

Rezension

Olli, 04.10.05
1 Leute haben diese Rezension bewertet
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Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum eine zumindest in christlichen Kreisen legendäre und musikalisch wirklich versierte Band wie Mortification jedes ihrer Alben mit einem mehr oder weniger abschreckenden Artwork versieht. Immerhin ist eine leichte Steigerung zum Vorgänger auszumachen, was auch für die musikalische Seite gilt. Haben die Australier mit „The silver cord is severed“ nicht wirklich überzeugend auf etwas modernere Töne gesetzt, so geht „Relentless“ wieder mehr in Richtung des „Hammer of God“ Albums. Es gibt also satten, thrash-lastigen Power Metal zu hören, der nicht zuletzt durch die wirklich ausgezeichnete Gitarrenarbeit von Jeff Lewis und Mick Jeling besticht. Jedoch ist nach wie vor Mastermind Steve Rowe für den überwiegenden Teil des Songwritings und alle Texte verantwortlich. Und während an seinen musikalischen Fähigkeiten kein Zweifel besteht, hab ich so meine Probleme mit den Texten warm zu werden. Mit „Sorrow“ ist zwar auch ein Lichtblick enthalten, der Rest stellt jedoch meiner Meinung nach nicht viel mehr dar als einen missglückten Versuch die christlichen Inhalte sprachlich der musikalischen Atmosphäre anzupassen. Das haben beispielsweise Lengsel und Extol um Längen besser hinbekommen. Nun gut, was für die meisten zählt ist ohnehin die Musik, und die weiß wie gesagt durchaus zu überzeugen. Die moderateren Parts erinnern mich teilweise etwas an Manowar, überwiegend geht es jedoch um einiges aggressiver zu als bei den selbsternannten Kings of Metal. Der Sound kommt dabei schön klar und trotzdem sehr kraftvoll aus den Boxen. Und als krönenden Abschluss der Scheibe gibt es mit „Apocalyptic terror“ noch einen waschechten Death-/Grind-Knaller á la „Scrolls of the Megilloth“ zu hören.

Stefan Lang, 23.08.05
0 Leute haben diese Rezension bewertet
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Das Cover ist mal wieder sehr (ähem...) gewöhnungsbedürftig ausgefallen. Die Musik dafür umso weniger, die neue CD der Australier wird von ihren Fans sicherlich gerne in die Sammlung aufgenommen werden. Wer den Weggang vom sehr guten Gitarristen Lincoln Bowen mit Skepsis betrachtet hat, wird nicht enttäuscht, denn Steve Rowe hat ihn vorzüglich ersetzen können. Und das gleich doppelt: Mit dem Aushilfsgitarristen Jeff Lewis aus Kanada (verantwortlich für drei Songs) und dem festen Bandmitglied Mick Jelinic aus Australien. Für die Lincoln Bowen-Fans ist dennoch eine Nummer auf der CD enthalten: "The Other Side Of The Coin" wurde von ihm und Drummer Adam Zaffarese geschrieben.
Auf der neuen Scheibe hat der pure und kraftvolle Metal die etwas moderneren Klänge des letzten Werkes "The Silver Chord Is Severed" wieder verdrängt. Der Sound ist aber ähnlich ausgefallen (etwas ausgereifter) und die Härte ist auch auf "Relentless" definitiv wieder vorhanden. Der junge Adam zeigt an den Drums erneut, welch eine Bereicherung er für die Band ist und um die beiden neuen Gitarristen noch einmal zu loben: Die Songs sind ziemlich riff-orientiert ausgefallen und die Soli werte ich sehr positiv, es macht Spaß den zweien zuzuhören!
Die neue Scheibe ist also durchaus empfehlenswert, nicht nur für MORTIFICATION-Fans. Man sollte diese Platte mal anchecken! Das einzige, woran man etwas aussetzen könnte, ist der Gesang. Steve klingt recht eintönig, Abwechslung bietet er aber beim letzten Hammer-Song "Apocalyptic Terror". Dieser wurde für die Fans der ganz alten (und besten!) MORTIFICATION-Schule aufgenommen. Wer sich gerne von gutem Death Metal / Grindcore zudröhnen lässt, der wird diese Nummer lieben. Ich bin sicher, nicht nur mir wäre es sehr recht, wenn Steve wieder ausschließlich in diese Kerbe schlagen würde, aber in ihm schlägt nun mal das große Herz eines Power-Metallers.
So bietet die Scheibe gute Songs im Power Metal- und Thrash-Bereich, die Laune machen. Einer davon ist zum Beispiel "Priests Of The Underground". Auch wenn mich der Anfang des Stücks sehr stark an "Slaughterslice Atmosphere" von DECISION D erinnert (nur die Betonung ist anders), der Instrumental-Part ist sehr gelungen. Für mich ist das zweite Highlight nach "Apocalyptic Terror" das coole und treibende "3 Of A Kind". Auch der Opener "Web Of Fire" sowie das schleppende "Arm The Annointed" zählen noch zu meinen Favoriten. Mit "Sorrow" befindet sich sogar eine doomige Nummer auf der Scheibe, das Anfangsriff erinnert leicht an die Gitarrenmelodie von "Lymphosarcoma". In meiner Aufzählung möchte ich auch nicht das melodische "God Shape Void" unerwähnt lassen, sowie das Power Metal-typische Gitarrensolo von "Altar Of God" - ansonsten bietet diese Nummer noch einen Speed-Refrain und ein eher Hardcore-typisches Gitarrenriff.
Eine starke Produktion! Bis die Scheibe in die üblichen Läden kommt, kann es noch etwas dauern, aber bei der http://www.stephans-buchhandlung.de kann man das Teil bereits beziehen!
Anspieltipps: Web Of Fire, God Shape Void, Priests Of The Underground, Apocalyptic Terror
Review verfasst von Stefan Lang für www.powermetal.de [08.09.2002]