Mike Forsberg (28.02.05)

Wir fragten Mike Forsberg, den neuen Drummer von Mortification, einige Fragen. Lest selbst:

Wann hast du angefangen Schlagzeug zu spielen und spielst du immer Barfuß?

Begonnen habe ich vor etwa 20 Jahren (1985) mit elementaren Studien ('sticking patterns') auf meinem Drumkit, ich spielte zu allem was ich hören konnte. Mein Großvater war ein respektierter Jazz drummer und dies war ein positiver Einfluss auf mein drummen (mein Bruder spielt ebenfalls Schlagzeug!!!). Ein Pastor in der Nähe bemerkte mein Interesse am Musik Spielen und bot mir an ein Schlagzeug zu kaufen (welches ich ihm zurückzahlen musste!) wenn ich in seiner Band spielen würde. Ich spielte in der 19th Century Bluestone Kirche in Melbourne - du hättest die Bass Trommeln hören müssen - wie Donner!!! Eine der Bands zu denen ich spielte war, du wirst es erraten, Mortification!!!! Ich kann mich noch gut erinnern zu Scrolls und dem self titled gespielt zu haben. Ja, Ich spiele immer Barfuß. Dies ermöglicht mir die Pedalen zu fühlen und zu erhalte ich eine bessere Kontrolle.

Kannst du uns einen Überblick über die Bands in denen du früher gespielt hast geben und erzählen wie du zu Mortification kamst?

Ich hab schon in vielen lokalen australischen Bands gespielt, alles von Death Metal bis zu Dance!! Meine erste Band war eine Gospel Cover Band die zwar probte aber unglücklicherweise nie die Möglichkeit zum live spielen erhielt. Im nächsten Jahr (1993) wurde ich bekannt mit Mick Carlisle, wodurch eine musikalische Freundschaft entstand die die letzten 12 Jahre anhielt. Ich kann mich noch erinnern wie Mick mir eine Kopie von Post Momentary gab, dies wurde dann zu einer meiner 'all time' Favouriten. 1993 war ebenfalls das Jahr meines ersten Gigs, in einer dreckigen kleinen Halle als Member einer Metal Cover band namens "Blackstone". Wir waren echt schrecklich, der Sänger saß die gesamte Zeit weil er zu nervös zum stehen war!!! In 1994 gründete ich die Thrash Metal Band R.I.P. Wir vermischten Cover Songs mit Original Songs und gewinnten sogar einen Wettkampf. Die Gruppe teilte sich, also ging ich zu einer Death Metal Gruppe namens Dimentia welche ähnlich zu der US Band "Death" war. Diese Band schien zu proben, spielte aber nie live. Frustiert dass ich immer noch nicht viel live Erfahrung hatte, verließ ich diese Band. Kurz danach fragte Mick mich ob ich in Cybergrind spielen möchte, da Phil Gibson wegging. Wir hatten schon einige Songs geschrieben, aber wir hatten Probleme einen Bass Spieler zu finden. Mick hatte auch familäre Verflichtungen also ging ich erneut zu einer anderen Band, "Catwitch", die im gesamten Bereich von Melbourne spielte. Wir tourten in Melbourne ziemlich intensiv für ein Jahr, bevor wir am ersten Album arbeiteten. Unzufrieden über den Stil der verfolgt wurde verließ ich die Band um nach etwas anspruchsvollerem zu suchen und exakt das fand ich - "Ragewar". Ragewar war eine Electronic Industrial Metal Band die bereits intensivst in Australien getourt waren und in Melbourne einige Anwesenheitsrekorde bei ihren Shows brachen. Ragewar wurde als Austaliens Industrial Pionier Band betrachtet dessen Alben mit Josh Abrahams (der jetzt in den USA mit Bands wie Limp Bizkit arbeitet) aufgenommen wurden. Ich war ziemlich beeindruckt und bot an Schlagzeug für sie zu spielen; wir gingen einfach drauf los. Der Style war sehr ähnlich zu remixed Fear Factory. Wir waren ziemlich scharf darauf unsere Musik in eine heftigere Richtung zu bewegen also schlug ich vor Mick als Gitarrist mitwirken zu lassen. Wir spielten gut ankommende Shows in Sydney und Melbourne bevor die Band sich entschloß ihre letzte Show im März 1998 zu spielen. Mick und ich, wir entschlossen uns Cybergrind erneut zu gründen, mit dem original Bassisten Pentridge Pete. Wir spielten viele Shows in Melbourne und brachten das Debut Album "Transcend" über Steve's Plattenfirma Rowe Production heraus. Etwa zur selben Zeit arbeitete ich mit dem Sänger / Programmierer von Rageware zusammen, Baz. Ich half beim programmieren des Schlagzeugs für seinen elektronischen Akt "Psyburbia" auf ihrem ersten Album "Carmageddon". Aufgrund von Arbeitsverpflichtungen verließ ich Cybergrind und hing das Schlagzeug für eine Zeit an den Nagel (obwohl ich noch weiter übte!), bis mir angeboten wurde für die lokale Death Metal Gruppe "Excarnated" zu spielen. Diese Band hatte einige der besten Musiker aus Melbourne, obwohl es viele Spannungen gab schafften wir es Shows in und um Melbourne zu spielen und ebenfalls in gerammelt vollen Clubs. Mangels Geld um ein Album mit live Drums aufzunehmen und anhaltende finanzielle Verpflichtungen zwungen mich Teil der Band zu sein. Nicht lange danach bekam ich von Mick einen Anruf, dass Mortification einen neuen Schlagzeuger sucht. Ich rief Steve an und der Rest ist Geschichte.

Kannst du deine Gedanken über Mortification neustes Album "Brain Cleaner" teilen?

Ich hatte bloß 3 Monate zum vorbereiten auf diese Platte und ebenfalls musste ich noch beim Blackstump (ein angesehenes austalisches Musik Festival) spielen. Der Druck war da aber es ging ganz gut auf. Die meistens Songs waren bereits schon geschrieben als ich dazustoß, trotzdem habe ich zur Strukturierung von ein oder zwei Songs einige Ideen beigetragen. Ich werde auf dem nächsten Album einige Songs dazu beitragen.

Wann können wir ein weiteres Mortification Album erwarten und in welche musikalische Richtung wird es diesmal gehen?

Streng Gemeim! Weitere Details werden demächst auf der Rowe Production Seite veröffentlicht werden.

Das aktuelle Line-Up ist nun schon seit fast zwei Jahren zusammen, glaubst du das Mortification sich endlich für ein festes Line-Up entschieden hat?

Ich denke das das momentane Line-Up das verschiedenartigste ist; Ich meine Mick Jelenic kann alles spielen. Die musikalischen Möglichkeiten sind endlos. Es ist eine große Ehre mit Steve zu spielen, Ich finde ihn sehr inspirierend, musikalisch sowie auch geistig.

Was war dein einpräsamster Moment seitdem du bei Mortification bist?

Ein einprägsamer Moment war als ich Grind Planetarium & Medley in Anwesenheit von Jayson Sherlock spielte. Ich sorgte dafür, dass alles drummen 100% den Alben entsprach. Er schien sehr beeindruckt. Obgleich ich sagen muss, dass die Dankbarkeit der Fans vor denen ich spielte sehr geistig bewegend war.

Welchen Song spielst du am liebsten live?

Grind Planetarium.

Welche Bands hörst du im Moment am liebsten?

Soilwork, Believer.

Welche zukünftigen Touren/Gigs sind geplant?

Wir wurden gefragt nächstes Jahr in Brasilien zu spielen, guckt regelmäßig auf der Rowe Productions Seite für weitere Informationen.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast dieses Interview zu machen, wir wissen es zu schätzen.

Interview von Jason Parkin